Das Projekt „kick in neue Räume“ wird vom Arbeitsbereich Sportpädagogik des Instituts für Sport und Sportwissenschaft der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg in Kooperation mit der step stiftung Freiburg durchgeführt. Ziel ist die Förderung des sportlichen Miteinanders von Mädchen mit unterschiedlichen ethnischen, sozialen, kulturellen und religiösen Biographien. „kick im Park“, woraus das Teilprojekt „kick in neue Räume“ hervorging, startete 2012 und bildet einen Baustein des Projekts „kick for girls“.

Zielgruppe(n)

  1. Mädchen im Alter zwischen 10 und 15 Jahren, besonders Migrantinnen und Mädchen aus sozial benachteiligten Lebenskontexten
  1. Eltern und Familien der Mädchen
  1. StudentInnen, Lehrkräfte, SozialarbeiterInnen und VertreterInnen des organisierten Sports

Projektziele

  • Förderung von Partizipation, Inklusion und Mobilität von Mädchen aus sozial benachteiligten Lebenskontexten mit dem Fokus auf das Flüchtlingswohnheim
  • Stärkung der Mädchen in ihrer Sportaktivität und in ihren sozialen Entwicklungen
  • Erschließung des öffentlichen Raums als informellen Sportort für Mädchen
  • Vergrößerung der Gruppe und Unterstützung der Mädchen zur selbstständigen Organisation der Treffen
  • Aufbau einer Kommunikationsstruktur unter den Mädchen
  • Stetige Erweiterung des kick for girls-Netzwerks, um MitarbeiterInnen des Sozialdienstes, Migrantenorganisationen und Fußballvereine
  • Vernetzung der interkulturell und mädchenparteilich ausgerichteten sportpädagogischen Arbeit in schulischen AGs mit informellen Fußballtreffs
  • Gemeinsame Qualifizierung der AG-LeiterInnen, VereinsvertreterInnen, SozialarbeiterInnen und BetreuerInnen vom kick-Team
  • Evaluation des Etablierungsprozesses

 

Projektbeschreibung

Das Projekt „kick for girls“ startete im Jahr 2009. Zunächst wurden – vornehmlich an Hauptschulen – Mädchenfußball-AGs aufgebaut. Das Anliegen, Partizipation, Inklusion und Mobilität von Mädchen aus sozial benachteiligten Lebenskontexten zu fördern konnte mit Hilfe der Förderung durch die Integrationsoffensive auf weniger strukturierte, pädagogisch begleitete, aber auf Selbstorganisation abzielende Fußballaktivitäten ausgeweitet werden: Das Teilprojekt „Kick im Park“ entstand 2012 mit dem Ziel, für die Mädchen neben dem Schulsport ein weiteres informelles Sportangebot zu schaffen, das sie in ihrer Freizeit kostenlos und unverbindlich wahrnehmen können.

Seit dem Sommer 2013 hat sich das Angebot neu ausgerichtet für den Bedarf im Flüchtlingswohnheim der Bissierstraße. Der neue Name „kick in neue Räume“ enthält nach wie vor die Offenheit aller Mädchen dazu zukommen, fokussiert sich aber auf die Mädchen die im Wohnheim leben. Dort trainieren die die Aktiven ein- bis zweimal pro Woche direkt am Wohnheim oder nach Absprache auf nahegelegenen Grünflächen (Escholzpark, Haslach, Seepark). Die Struktur in einem Flüchtlingswohnheim verändert sich fortlaufend, sodass das Angebot zwar besonders die Mädchen in den Vordergrund stellt, aber durch die hohe männliche Quote an Mitbewohnern und die starke Attraktivität des Sports für Jungs, auch Jungen und junge Männer erreicht werden. Das Projekt zeichnet sich durch ein Miteinander von Groß und Klein, sowie Jungs und Mädchen aus. Um der dadurch entstehenden Komplexität entgegenzuwirken, zeichnet sich eine enge Vernetzung mit SozialarbeiterInnen, sowie kontinuierliche Treffen und Sichtbarkeit der Flüchtlinge im öffentlichen Raum als besonders hilfreich heraus.

Kooperation und Vernetzung

Im Bereich der Netzwerkbildung konnten vor allem Kontakte zu SozialarbeiterInnen aufgebaut werden. Eng wird mit dem Deutschen Rotenkreuz kooperiert.

Qualifizierung

Die Qualifizierung der ProjektmitarbeiterInnen wird gefördert durch regelmäßige kollegiale Beratung untereinander und mit der Projektleitung. Fachliche Inputs unterstützen die Weiterentwicklung der Sensibilisierung und didaktischen Kompetenzen.

 

 

Zielgruppe: offen für alle Mädchen unabhängig von kultureller und sozialer Herkunft
Zeitraum: seit 01/2012
Ansprechpartner: Maria Greshake und Rebecca Moratschek
Partner: DRK-Gesundheitszentrum Migration (www.drk-freiburg.de)
Finanzierung: 2012 & 2013 Integrationsoffensive Baden-Württemberg; 2014 & 2015 “Ich-kann-was-Initiative” der Telekom (www.initiative-ich-kann-was.de); 2015/2016 step stiftung

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