9. kick for girls Mädchenfußballtag in Freiburg 2018

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Der Beginn des Tages war grau und regnerisch. Nur ein paar bunte Farbtupfer bewegten sich über den Platz des PTSV Jahn, der netterweise nicht nur seine gesamte Anlage wieder zur Verfügung stellte, sondern auch die Mädchenabteilung motiviert hatte, eine äußerst leckere Bewirtung zu organisieren.

Bei strömendem Regen wurden Felder markiert, Tore getragen und Pavillons aufgebaut. Als die ersten Spielerinnen das Feld betraten, stoppte der Regen. Und schon wurde die Turnierleitung nach den ersten Bällen gefragt und mit Musikwünschen bombardiert, während aufgeregte Stimmen über den nassen Platz hallten.

Petra Gieß-Stüber begrüßte als Projektleiterin die über 160 Spielerinnen zusammen mit ihren Betreuerinnen und Betreuern aus 16 Freiburger Schulen, beschrieb noch einmal den Ablauf des Tages und übergab an Frau Monika Stein (Gemeinderätin der Stadt Freiburg) für ein sehr freundliches Grußwort.

Als erstes Highlight zeigten Dana Embacher und Camilo Hauser vom Team Fuba-Freestyle, welche Tricks mit einem Fußball möglich sind – zumindest, wenn man intensiv übt und übt und übt … Sie hinterließen große und staunende Augen.

Danach wurden die Fairplay-Regeln erläutert sowie die besondere Möglichkeit als fairstes Team auch einen Preis zu erhalten. Zu diesem Zweck wiesen sich die Teams nach jedem Spiel Fairness-Punkte zu.

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Die Einteilung der Mädchen der Grundschulen und der weiterführenden Schulen in schulübergreifende und bunt gemischte Teams führte zu einem wunderbaren Gewusel. Durch diese Teameinteilung werden die so oft geäußerten Wünsche, mit wem die Mädchen gerne spielen und mit wem nicht, umgangen.
Die Teams der diesjährigen WM mit ihren Nationalflaggen wurden zum Erkennungszeichen der Mädchenteams, was zu fragenden Gesichtern bei einigen Flaggen führte.
Das Aufwärmen in den neu gemischten Teams übernahmen U16-Spielerinnen des SC Freiburg, was dem Ganzen noch eine Prise Professionalität beifügte.

Dann wagte Monika Stein den gellenden Pfiff durch das Mikro, um endlich die ersten Spiele anzupfeifen. Auf allen vier Feldern wurde gerannt, gepasst und geschossen. Fiel eine Spielerin hin, sammelte sich schnell eine Traube Mädchen um die Verletzte und kümmerte sich. Nach Spielende rannten die Spielerinnen schnell zur Turnierleitung und überboten sich mit ihren Ergebnisbekanntgaben und Fairness-Punkten. Die Teams, die gerade nicht spielten, konnten sich an mehreren Aktiv-Stationen austoben und fleißig Stempel sammeln, um an einem Gewinnspiel teilzunehmen.

Nach drei Stunden Spiel mit dem Ball gab es eine Mittagspause, die jedoch mit weiteren Programmpunkten lockte. Es ging mit einer Tanzaufführung von „kick verbindet“ los, gefolgt von einem Interview mit den beiden Freestylern. Der Fokus der Fragen von Seiten der Mädchen richtete sich vor allem auf den Beziehungsstatus von Dana und Camill. Als geklärt war, dass die beiden nicht verheiratet sind und dies auch nicht vorhaben, wurden auch technische Fußballfragen gestellt. Daraufhin legten die Beiden nochmals eine Performance hin, wieder führte dies zu staunenden Augen.

Treffen des Netzwerkes

In der Mittagszeit hatte die Projektleitung eine Reihe von Akteueren aus dem breiten Netzwerk der seit Jahren den Mädchenfußballtag unterstützenden Stiftungen, Vereine und Institutionen eingeladen. Es bot sich wieder die Gelegenheit, zwanglos über Projektziel und Erwartungen für die zukünftige Arbeit zu sprechen un den persönlichen Kontakt zu pflegen.

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von links: Thomas Tritschler (Stadt Freiburg), Carlos Santos Nunier (Pestalozzi Schule Freiburg), Thorsten Schnittke (Integration durch Sport), Peter Brosi (DFB-Mobil), Ludwig Siegismund, Petra Gieß-Stüber, Michael Wagner (Integarationsbeauftragter SBFV), Viola Klausmann (SBFV), Elisabeth Wegerer (Sozialarbeiterin Emil-Thoma-Realschule), Arno Santner (PSV), Nico Kritzinger, Peter Egetemaier (PSV), Alice Drouin (DKJS), Marisa Thomann (ehemalige kick Praktikantin), Franz Koranyi (IfSS), Kathrin Freudenberger 

Nach der Pause ging es noch einmal weiter mit den Platzierungsspielen. An den Seitenlinien fanden sich nun auch einige Zuschauer ein: Eltern oder Spielerinnen anderer Teams. Die letzten Kräfte wurden gesammelt und wichtige Tore geschossen. Danach kam es zur Siegerinnenehrung, bei der alle Mädchen gleich bedacht wurden. Ein paar Abschlussworte von Ludwig Siegismund rundeten den gelungenen Tag ab und die Spielerinnen verabschiedeten sich erschöpft und zufrieden.

Sehr zufrieden war natürlich auch das Team, das diesen Mädchenfußballtag organisiert hat.

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Text unter Mithilfe von Lea Schönborn | Fotos: ©2018 step stiftung freiburg | Peter Rudnick, Lennard