kick for girls bei der „One Billion Rising-Aktion”

| posted in: projekt, veranstaltung | 0

„Aufstehen! Widersetzen! Vereinen!“ – Einmal mehr, steht die Aktion „One Billion Rising“ (zu Deutsch: „Eine Milliarde erhebt sich“) am Valentinstag 2018 unter dem Motto Solidarität. Weltweit wird jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens Opfer von Gewalt. Das bedeutet, eine Milliarde Frauen werden geschlagen, sexuell missbraucht oder in einer anderen Art und Weise misshandelt.

Um auf dieses Problem hinzuweisen und das Thema in die Öffentlichkeit zu rücken, organisiert eine globale Bewegung von Aktivistinnen seit 2012 jedes Jahr am 14. Februar weltweite Flashmob-Aktionen. An öffentlichen Orten treffen sich Frauen und Männer, um gemeinsam zu tanzen und ein Zeichen gegen die Gewalt an Frauen zu setzen.

Freiburg – Auch dieses Jahr versammelten sich ab 16.30 Uhr auf dem Theatervorplatz in Freiburg rund 200 Frauen und Männer, die gemeinsam gegen die Gewalt an Frauen tanzten. Organisiert und veranstaltet wurde die Freiburger Flashmobaktion von Frauenhorizonte Freiburg e.V.. „kick für soziale Entwicklung“ nahm dieses Jahr zum ersten Mal an der Aktion teil. Die Kinder der AG-Gruppen „kick for girls“ übten bereits im Vorfeld gemeinsam mit den AG-Leiterinnen die Choreografie zum Aktions-Song „Break the Chain“ ein. Pünktlich um 17 Uhr begann der Flashmob, der nicht nur den Kindern, sondern auch den vorbeilaufenden Passanten viel Freude bereitete. Ein Mädchen berichtet begeistert: „Das hat echt Spaß gemacht!“

ONE BILLION RISING 2018 Freiburg YouTube play

Auch eingefangene Meinungen von Freiburger Passanten waren durchweg positiv: ein Mann berichtete, er habe bereits im vergangenen Jahr bei der Aktion teilgenommen und fände es sehr gut, dass sich in Freiburg so viele junge Leute der Aktion angeschlossen und mitgetanzt haben. „Das ist auch die Besonderheit von ‚One Billion Rising‘“, erklärte Ann-Katrin Steibert vom Deutschen Gewerkschaftsbund. „Das große Gemeinschaftsgefühl führt zu einer unfassbaren Power. Es ist wie eine Selbststärkung durch die Gruppenzugehörigkeit.“

Zwei junge Studentinnen, Saskia und Paula, die vor dem Theater die Aktion beobachteten, sagten, sie hätten durch die Jugendzeitung Fudder von der Aktion erfahren und wollten sich das ganze einmal live anschauen. Der tanzende Flashmob gefiel ihnen sehr gut, lediglich die geringe Anzahl von mittanzenden Männern wäre ihrer Meinung nach verbesserungsfähig. Weitere Passanten erzählten, sie fänden die Aktion toll. Ihrer Meinung nach wäre es schön gewesen, wenn die Aktion im Vorfeld mehr beworben worden wäre, damit noch mehr Menschen dazukommen und mitmachen. „Aber vielleicht ist es ja genau das, was einen Flashmob ausmacht. Der soll wahrscheinlich eben spontan sein“, fügte eine andere Passantin hinzu.

„Die Mädchen der „kick for girls“-Gruppe treten sehr gerne vor Publikum auf und zeigen ihr Können. Das Thema der Veranstaltung passt optimal zu den Inhalten des Projektes. So hatten wir beschlossen, mit den Mädchen den Tanz einzuüben und an der Aktion teilzunehmen. Es freut mich sehr, dass die Aktion zu so einem tollen Erfolg wurde“, sagte Ines, Leiterin einer kick for girls -Sportgruppe.

Bericht: Lukretia Rebholz