8. kick for girls Mädchenfußballtag

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Gelb war die diesjährige Farbe des „kick-for-girls“-T-Shirts, die am Morgen des 7. Julis die Sonne ersetzen musste. Nach und nach füllte sich am frühen Morgen der Kunstrasen des PTSV mit jungen Mädels, die sich schon vor Turnierbeginn den Ball hin und her schoben – voller Vorfreude auf den Tag, an dem so manches dem Fußball und so manches der Mädchenpower galt.

Von 18 Schulen kamen die Teilnehmerinnen in diesem Jahr und brachten es auf stolze 250 Spielerinnen. Nicht nur BetreuerInnen, sondern auch Eltern und BesucherInnen fanden sich schon früh ein. Unter anderem auch die Bürgermeisterin Frau Gerda Stuchlik, die mit dem Geschäftsführer der step stiftung – Dr. Berndt Tausch – die Begrüßung der Kinder übernahm. Dabei war allen Sponsoren, Förderern, BetreuerInnen, HelferInnen und OrganisatorInnen zu danken, die es für ein solches Event braucht.

Nachdem die Geduld der Mädchen also genug strapaziert war, kam die Turnierleitung zum Zuge, die nicht nur die Spielregeln und den Tagesablauf erklärte, sondern auch einem Mädchen für kurze Zeit die Bühne überließ: Die Schülerin Hanna von der Angell-Schule nahm bereits zum wiederholten Male am Mädchenfußballtag teil und erklärte sich bereit, den anderen Kindern die Fairplay-Regeln zu erläutern. Denn das faire Miteinander steht beim Mädchenfußballtag an erster Stelle. Es geht darum, die Begegnung der Mädchen in den Vordergrund zu stellen sowie Mädchen aus anderen Klassen und Schulen kennenzulernen.

Mit der mittlerweile zur Tradition gewordenen Methode, die Mädchen vor Ort in Teams einzuteilen, unterwandert man schließlich den reinen Leistungsgedanken und knüpft stärker daran an, wo Vereinsdenken oftmals endet. Auch wenn dies eine hohe Flexibilität der BetreuerInnen verlangt, ist dies eine wichtige Komponente des Turniers, um das Motto zu stärken: „Jede kann mit jeder spielen.“

Neben dem Spielgeschehen zeigten viele Mädchen Interesse an den zahlreichen Aktivstationen: Das DFB-Mobil lud die Kinder zum Parcours ein, an einer Wasserstation konnten sich die Kinder erfrischen, Buttons konnten entworfen werden, die Hüpfburg wurde schließlich zur einer Attraktion –  und vieles andere spielte sich auf dem großen Gelände ab.

In der Mittagspause blieb kaum Zeit zur Erholung. Schließlich stand einiges auf dem Programm: Eine der Gruppen von „kick for refugees“ lieferte den Gästen eine Tanzdarbietung zu dem Song „Spreng die Ketten“. Anschließend formierte sich spontan eine zweite Tanzgruppe aus vier Schülerinnen der Angell-Schule. Die Aufführungen sorgten bei den Kindern sichtlich für Freude und gute Stimmung. Danach drehte sich dann alles um drei SC-Spielerinnen, die zu Gast waren – darunter Myriam Krüger und Rosalie Reichert. Sie standen den Moderatorinnen und den Kindern Rede und Antwort und mussten sich nach der Darbietung auch die Frage gefallen lassen, warum sie Fußballerinnen geworden sind – und nicht Tänzerinnen.

Den Abschluss der Mittagspause bildete dann die Preisvergabe der Tombola.

Jetzt stand für manche Teams noch die Chance auf das Finale an, weshalb die Spiele zügig fortgesetzt wurden. Toll war, dass die Mädchen, die vor dem Finale ausgeschieden waren, den noch spielenden Mädchen eine wunderbare Kulisse boten und mit Anfeuerungsrufen eine begeisternde Atmosphäre schafften. So schallte es über das PTSV Gelände „Russland, Russland, Russland“. Die Schülerinnen identifizierten sich auf eine ganz neue Art und Weise mit den Ländern.

Der Tag endete mit einer Ehrung der Siegerinnen – an erster Stelle mit den Siegerinnen des fairsten Teams und anschließend mit allen Mädchen, die schließlich erschöpft waren vom Rennen, Anfeuern, Jubeln und sich ärgern. Na klar, das kommt im Sport auch vor, aber positiv ist sicher, dass kein Mädchen im Anschluss bemängelte, die Teams seien unfair gewesen. Dann ist vielleicht auch ein Stück unserer Philosophie bei den Kindern schon angekommen.

An dieser Stelle sei ganz besonders den Organisatorinnen Elena, Stella und Vanessa zu danken, die einige Wochen mit ganzer Kraft an der Vorbereitung saßen, allen HelferInnen, Fair-Play-Scouts, TeamerInnen und BesucherInnnen, Sponsoren, den BetreuerInnen der Aktivstationen und nicht zuletzt den Mädchen, die jedes Jahr so zahlreich erscheinen.

Text: Maria Greshake | Fotos © 2017 step stiftung | Rudnick