Praktikum bei kick für soziale Entwicklung

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Sechs Wochen lang unterstützte die Sportstudentin Marisa Thomann das kick-Team im Rahmen ihres Pflichtpraktikums an der Universität Freiburg. Ihre Mitarbeit fokussierte sich vor allem auf die Berichterstattung, auf die Auswertung und auf die Beobachtung. Sie bekam Einblicke in die Programmorganisation, sowie in die praktische Arbeit mit den Schüler*innen.

Kathrin: Was nimmst du aus deinem Praktikum bei kick für soziale Entwicklung mit?

Marisa: Die Arbeit mit unserer Zielgruppe ist nicht von einem Tag auf den anderen erledigt. Es ist ein Prozess, an welchem viele Parteien gemeinsam arbeiten müssen. Man braucht ein kontinuierliches Angebot, Motivation und Freude daran. Man sollte sich über kleine Schritte und Erfolge freuen. Ich selbst lerne ganz viel von der Arbeit mit den Mädchen aus meiner AG. Im Umgang mit Konfliktsituationen, mit sprachlichen Barrieren oder mit der sportlichen Arbeit mit heterogenen Gruppen konnte ich mich weiterentwickeln und sehr viel von meiner Praktikumszeit mitnehmen.

Kathrin: Gibt es ein besonderes Erlebnis während deines Praktikums von dem du uns gerne berichten möchtest?

Marisa: In meiner AG an der Karlschule wurde immer wieder über die Mannschaftszuteilung diskutiert. Jede Einheit aufs Neue. Die Schülerinnen wollten nur mit der besten Freundin und den spielstärkeren Mädchen im Team sein. Nach ein paar Einheiten ließ ich die Mädchen auf ihren Wunsch hin selbst die Teams auswählen. Die Mannschaften waren sehr unausgeglichen und das Abschlussspiel ging mit sieben Toren zu einem Tor sehr deutlich aus. Im Abschlusskreis reflektierten wir das Spiel und die Mädchen meinten von sich aus „Wir wollen, dass du wieder die Teams machst.“ und „Wir wollen gleich stark aufgeteilt werden, damit es Spaß macht.“. Das war für mich ein einschlagendes Erlebnis, weil ich gesehen habe, wie sich mein Team weiter entwickelt. Bei den Mädchen stehen nun der Spaß am Fußballspielen und das gemeinsame Sporttreiben im Vordergrund. Das Gewinnen, der Leistungsgedanke und der Fokus auf die beste Freundin rücken mit der Zeit immer mehr in den Hintergrund. Es ist schön zu sehen, wie sich die Gruppendynamik positiv verändert und sich ein richtiges Team bildet.

Kathrin: Inwiefern kannst du deine Erfahrungen aus dem Praktikum für deinen beruflichen Werdegang nutzen?

Marisa: Die Arbeit mit Kindern stand bei mir schon immer ganz oben auf meiner „Berufswunschliste“. Durch kick habe ich ein mögliches Arbeitsfeld besser kennen lernen können. Zum einen erlebte ich die praktische Arbeit direkt mit den Schüler*innen und zum anderen die Aufgaben, die hinter einem solchen Programm stecken. Beispielsweise die Organisation der einzelnen Teilprojekte, sowie verschiedene Kooperationen einzugehen, um effizienter arbeiten zu können oder die Stiftungsarbeit im Allgemeinen. Das Praktikum bei kick für soziale Entwicklung zeigte mir eine Möglichkeit auf, die Arbeit mit Kindern mit meiner Leidenschaft zum Sport zu verbinden. Die Möglichkeit Projekte mitzugestalten und an einem ständigen Verbesserungsprozess teilzuhaben war für mich sehr gewinnbringend.