„Durchgängige Sprachbildung“ bei der kick-Teamsitzung und in den kick-AGs

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„Mein Name Shouk bedeutet auf meiner Sprache Gabel oder auch so etwas, wie vermessen.“ berichtet stolz eine Teilnehmerin bei der Namensrunde im Anfangskreis. Die anderen Teilnehmerinnen sind überrascht und kichern verunsichert. Daraufhin erklärt eine deutsche Teilnehmerin ihren Teamkolleginnen, dass im deutschen das Wort Schock eher Wörtern, wie Entsetzen, Panik oder Schreck gleichgesetzt wird.

Dies ist ein Beispiel, wie im Rahmen der kick-AGs Mehrsprachigkeit gelebt wird. Vor allem durch die bunte, multikulturelle Mischung von Teilnehmerinnen. Sie stammen aus Nationen über die gesamte Welt hinweg verteilt und alle bringen unterschiedliche Sprachkompetenzen mit, die man gezielt nutzen und fördern kann. In den AGs wird einerseits eine sprachliche und kulturelle Austauschmöglichkeit für die Kinder geboten, bei der gleichzeitig Raum für Impulse aus den verschiedenen Muttersprachen entsteht. Andererseits werden bei Sportspielen und fußballspezifischen Übungen auch ganz nebenbei Sprachkompetenzen der deutschen Sprache erworben.

Die Mehrsprachigkeit steht im Fokus der durchgängigen Sprachbildung und sollte auch als Ressource genutzt werden, meint die Expertin Hanna Siegismund von der Stadt Freiburg. Sie gab dem kick-Team bei der Teamsitzung Input zu diesem Themengebiet und sensibilisierte die Trainerinnen und Trainer für das Thema Sprachbildung. Hanna Siegismund und Elisabeth Barth stellten Möglichkeiten der sprachfördernden Integrationsgestaltung dar. Als Beispiel griffen sie die Visualisierung von Informationen durch Materialien, wie Bildkarten oder Satzbausteine auf. Danach erarbeitete das Team gemeinsam Spiel- und Übungsformen, die in der Praxis mit sprachlichen Aspekten verknüpft werden können. Beispielsweise eignet sich das Staffelspiel „Schatztruhe“ sehr gut; bei der Laufstaffel mit zwei Teams werden Satzbausteine gesammelt, die am Ende einen vollständigen Satz ergeben sollen.