„Wir sind ein Team – Wie Fußball Vielfalt verbindet“

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Fortbildung zur interkulturellen Öffnung von Sportvereinen

Wissbegierige Vertreter/innen von Vereinsvorständen, Trainer/innen und Sozialarbeiter/innen begaben sich am 19. April auf den Weg der interkulturellen Öffnung von Sportvereinen. kick vor girls informierte, in Kooperation mit dem Programm „Integration durch Sport“, über die Relevanz und die verschiedenen Möglichkeiten für Sportvereine, sich für neue Zielgruppen zu öffnen.

Zunächst veranschaulichte Frau Prof. Petra Gieß-Stüber, Leiterin der Abteilung Sportpädagogik am Institut für Sport und Sportwissenschaft der Albert-Ludwigs Universität Freiburg, die bunte Zusammensetzung der Bevölkerung. Vielfältige Prägungen, bedingt durch das Alter, das Geschlecht, aber auch unterschiedliche Nationalitäten, bewirken Herausforderungen im Umgang mit der Vielfalt und für die Förderung von Teilhabe. Eine Möglichkeit, wie Mädchen mit Migrationshintergrund der Zugang zum Sport erleichtert werden kann, stellten Eva-Maria Virsinger und Susie Kurniawan vor. Die beiden Studentinnen engagieren sich für das Projekt „kick im Verein“, indem sie Kontakte zu lokalen Fußballvereinen aufbauen und Schülerinnen aus den Partnerschulen von „kick for girls“ in das Vereinstraining begleiten. Dabei soll vor allem Schülerinnen der Zugang zum Sportverein erleichtert werden, die bisher noch nicht mit Vereinsangeboten in Kontakt kamen. Ursachen sind häufig zu finden in kulturellen Unterschieden, familiären Verpflichtungen der Mädchen, aber auch sozioökonomische Gegebenheiten. Um dennoch den Einstieg der Mädchen in das Vereinstraining zu erleichtern, können gut qualifizierte und offene Trainer/innen unterstützend wirken. Zusätzlich ist jedoch auch ein Veränderungsprozess des gesamten Vereins notwendig. Vereine können hierbei durch das Programm „Integration durch Sport“ sowohl finanziell, fachlich als auch strukturell unterstützt werden, wie Benjamin Bellatreche (Landessportverband BaWü) in seinem Vortrag erläuterte. Adrian Betsch, Badischer Sportbund Freiburg, stellte anschließend verschiedene Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung von Vereinen vor, um speziell Flüchtlinge in den Sportverein aufzunehmen. Im Anschluss an die Impulsvorträge standen die Referent/innen für Fragen zur Verfügung und die Teilnehmenden tauschten sich informell über ihre Erfahrungen aus.

kick for girls bedankt sich herzlich bei den Organisatorinnen und den Gastreferent/innen für den informativen Abend.

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Bericht: Kathrin Freudenberger